Was ist vegan und warum?

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Sabine

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Beitrag Mi 14. Nov 2012, 02:05

Was ist vegan und warum?

Weil ich gerade wenig Zeit habe und es auch nicht besser formulieren könnte:

Sich vegan zu ernähren bzw. vegan zu leben ist eine Entscheidung, die immer mehr Menschen für sich treffen. Allein in Deutschland leben schätzungsweise 600.000 Veganerinnen und Veganer. Warum das so ist, soll dieser Artikel beleuchten. Doch zunächst eine Begriffsbestimmung.

Vegan – die Definition

Wer sich vegan ernährt, nimmt keine Produkte zu sich, die vom Tier stammen. Neben Fleisch und Fisch, die auch in der vegetarischen Ernährung nicht vorkommen, beinhaltet das auch Milch und Eier sowie alle anderen Produkte und Zutaten, die aus oder von Tieren gewonnen werden. Insekten werden meist mit eingeschlossen, sodass auch kein Honig oder auch keine (E-)Stoffe, die z.B. aus Läusen gewonnen werden, konsumiert werden.

Vegan zu leben bedeutet, diese Prinzipien (so weit es geht) auch auf andere Lebensbereiche wie Kleidung, Kosmetik und Alltagsgegenstände auszuweiten. Statt Leder wird auf Kunstleder oder Mikrofaserprodukte zurückgegriffen, Tierwolle wird gemieden, es werden Kosmetika ohne Tierprodukte und ohne Tierversuche gewählt.

Vegan – die Gründe

Der häufigste Weg zum Veganismus führt über die ethisch motivierte vegetarische Ernährung: VegetarierInnen essen kein Fleisch und keinen Fisch, weil sie nicht für das Töten/ Schlachten von Tieren mitverantwortlich sein möchten. Wenn diese Menschen erfahren, dass auch die Produktion von Milch und Eiern unabhängig von der Haltungsform nicht ohne das Töten von Tieren auskommt, entscheiden sie sich häufig für die vegane Ernährung.
Zur Erläuterung: Milchkühe werden geschlachtet, sobald ihre »Milchleistung« nachlässt (meist nach wenigen Jahren). Zudem werden die Kühe künstlich geschwängert, damit sie Milch geben. Ihre männlichen Nachkommen finden in fast allen Fällen einen sehr frühen Tod (»Kalbfleisch«), während die weiblichen Nachkommen meist selbst Milchkühe werden (mit demselben Schicksal ihrer Mutter). Eier werden gemieden, weil bei der Züchtung von Legehennen zu 50% männliche Küken entstehen. Diese werden direkt nach dem Schlüpfen aussortiert und lebendig in einen Schredder geworfen oder vergast.

Neben der Tötungsfrage spielt bei diesen überlegung auch die Tatsache eine wichtige Rolle, dass den »Nutztieren« während der Haltung, des Transports und der Schlachtung viel Leid widerfährt. Das gilt sogar für Biotierprodukte, denn deren Tierschutzstandards stehen meist im Widerspruch zum guten Ruf, den diese Produkte (noch?) haben.

Weitere Gründe

Es gibt viele weitere Gründe, die dafür sprechen, sich vegan zu ernähren. Da diese für die meisten Veganerinnen und Veganer zwar eine wichtige Rolle spielen, aber i.d.R. nicht die Hauptantriebsfeder sind, seien diese aus Platzgründen hier nur kurz genannt.

Die vegane Ernährung leistet einen wichtigen Beitrag zur Lösung von Umweltproblemen – seien es die Folgen der überdüngung oder die Emission von Treibhausgasen. Auch die Ernährungsgerechtigkeit spielt eine Rolle, denn die Tierhaltung ist in aller Regel eine Verschwendung von Kalorien, Proteinen und anderen Nährstoffen. Das liegt daran, dass die Tiere den größten Teil der ihnen zugeführten Nährstoffe verbrauchen, um ihre Skelette aufzubauen, sich zu bewegen und ihre Körperfunktionen aufrecht zu erhalten. All das produziert keine Lebensmittel. Und schließlich gibt es gesundheitliche Aspekte: Die vegane Ernährung kann helfen, vielen Volkskrankheiten vorzubeugen und sie sogar zu heilen. Zudem ist sie ein Beitrag, den Problemen des Antibiotikamissbrauchs in der Tierhaltung und der Entstehung von Resistenzen entgegenzuwirken.

Die Gegenargumente

Meistens wird die vegane Ernährung und Lebensweise unsachlich kritisiert, aber es gibt auch einige Gegenargumente, die ernsthaft hervorgebracht werden.

Aus ethischer Sicht wird argumentiert, dass auch Pflanzen Lebewesen sind. Manchmal wird zumindest auch die Möglichkeit genannt, dass Pflanzen Schmerzen empfinden könnten (ernstzunehmende Belege dafür sind uns nicht bekannt). Während wir es begrüßen, dass auch Pflanzen in ethische überlegungen einbezogen werden, sei angemerkt, dass Tiere offensichtlich zu weitaus stärkeren Leiden fähig sind als Pflanzen. Und selbst wenn Pflanzen stärker leiden würden als Tiere, wäre das sogar ein weiteres Argument für die vegane Ernährung, denn wer Tierprodukte isst, konsumiert (wie oben erläutert) indirekt mehr Pflanzen als jemand, der sich vegan ernährt.

Aus ökologischer Sicht und aus Aspekten der Ernährungsgerechtigkeit wird angeführt, dass einige Tiere (z.B. Kühe und Kaninchen) Gras in Fleisch umwandeln können, wodurch für den Menschen nicht verwertbares Pflanzenmaterial in konsumierbare Produkte wie Fleisch und Milch umgewandelt wird. Das ist zwar richtig, aber es werden mehrere andere Aspekte ignoriert: Neben der Tötungsfrage wird auch ausgeklammert, dass sich durch Weidetiere nur kleine Mengen Fleisch und Milch produzieren lassen. Da aber der weltweite Konsum dieser Produkte derzeit ein Vielfaches dessen beträgt, was durch Weidetiere produziert werden kann, ist es der beste Beitrag eines jeden Einzelnen, diese Produkte zumindest so lange nicht zu konsumieren, bis der weltweite Konsum auf das entsprechende Niveau abgefallen ist. Ansonsten fördert man intensivere Tierhaltungsformen, bei denen für den Menschen verwertbare Lebensmittel verschwendet werden.

Und schließlich wird oft angeführt, dass das Töten Teil der Natur sei. Dazu ist zu sagen, dass der Mensch grundsätzlich natürlich auch Teil der Natur ist bzw. es einmal war. Aber ein Hauptmerkmal, das den Menschen von anderen Tieren unterscheidet, ist seine tiefgreifende Fähigkeit der ethischen Reflektion und Abwägung. Während eine Löwe keine Wahl hat, außer zu töten, können wir hinterfragen, ob es wirklich nötig ist, anderen Tieren Leid und den Tod zuzumuten, damit wir etwas zu essen haben. Da dies offensichtlich nicht notwendig ist, können wir die ethische Entscheidung treffen, keine Tiere zu töten (bzw. durch unseren Konsum dazu beizutragen, dass Tiere gemästet und geschlachtet werden).

Vegan - der Weg

Den wenigsten Menschen gelingt die Umstellung auf eine vegane Ernährungs- oder Lebensweise von heute auf morgen. Umfragen und Studien zeigen sogar, dass plötzliche Umstellungen von (Ernährungs-) Gewohnheiten oft nur von kurzer Dauer sind. Daher plädieren wird dafür, sich im eigenen Tempo auf den Weg zu machen.

Wenn Sie sich auf diesen Weg begeben möchten, würden wir Ihnen gerne helfen: Auf www.selbst-wenn.de finden Sie weitere Hintergrundinformationen und können sich für einen kostenfreien, jederzeit abbestellbaren Newsletter anmelden, der Sie alle zwei Wochen mit praktischen Tipps, Rezepten usw. versorgt.

© 2008-2012 Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt

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BIO-EIER sind keine Lösung! - lieber KEINE Eier kaufen!
Liebe Grüße,
Sabine

Wat? Dat gifft dat nich? Dooch, dat gifft dat!

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Sabine

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Beitrag So 17. Aug 2014, 21:47

Re: Was ist vegan und warum?

Alle wollen ihr Fleisch und ihre Wurst frisch - SO FRISCH dann aber wohl doch lieber nicht :D

Ansehen auf youtube.com
Liebe Grüße,
Sabine

Wat? Dat gifft dat nich? Dooch, dat gifft dat!


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