Beitrag Fr 13. Mai 2011, 10:33

Petition gegen Verkauf lebender Tiere im Zoohandel

Anfang März wurde beim Bundestag eine Petition für das Verbot des Verkaufs von lebenden Tieren im Zoohandel eingereicht. Leider gibt es erst viel zu wenige Unterschriften! (Wurde nicht genügend bekannt gemacht; Werbung muß also sein.)

Enddatum: 24.06.2011

Gerade erst wurde Zoohändler Zajac in Duisburg der Verkauf von Hundewelpen genehmigt.

Protest des Tierheims Lechleite: http://www.tierheim-lechleite.de/news/n ... ?tx_ttnews[backPid]=113&cHash=cad14375a5c82f7b2a5bbd4678b30299


beendet

Der Deutsche Bundestag möge ein Verbot des Verkaufs von lebenden
Heimtieren im/in Zoofachhandel/Ladengeschäften beschließen. Vornehmlich
für Kleintiere wie Ratten, Mäuse, Meerschweinchen, Hamster,
Zwergkaninchen, Chnichillas, sogennanten Minischweine, Reptilien, Katzen
und Hunde.

Begründung

Besonders das Anbieten von Kleintieren sogenannten Streicheltieren aber
auch Hunden und Katzen im zooligschen Fachhandel verführt zu
unüberlegten Spontankäufen. In aller Regel findet keine ausreichende
Aufklärung über die artgerechte Haltung der Tiere statt.

Die Verkaufsgehege in denen die Tiere präsentiert werden sind zu klein
und bieten keine ausreichenden Rückzugsmöglichkeiten. Die Tiere stehen
permanent unter großem Stress, besonders bei Nacht - und
dämmerungsaktiven Tieren wie Hamstern ist es nahezu tierquälerisch
tagsüber immer wieder in ihrer Ruhephase gestört zu werden um
potentiellen Käufern präsentiert zu werden.

Hundewelpen sind sehr sensible, hochsoziale Tiere, deren sachgerechte
Aufzucht und Sozialisation in einem Ladenbetrieb nicht gewährleistet
werden kann. Es ist den Käufern auch nicht möglich Elterntiere in
augenschein zu nehmen oder sich ausreichend über die Zuchtbedingungen zu
informieren.

Besonders bei Hunden und Katzen ist davon auszugehen dass der Bedarf
nicht durch seriöse Züchter die im Fall von Rassehunden dem VDH und
seinen Mitgliedsvereinen angeschlossen sind, bereit gestellt wird.

Gerade Hundewelpen brauchen viele Ruhephasen und genügend
Rückzugsmöglichkeiten um sich optimal entwickeln zu können und das kann
ebenfalls in einem Zoogeschäft nicht geboten werden. Besonders in der
wichtigsten Phase der Sozialisierung von der 8. bis zur 16. Lebenswoche
muss ein Welpe vielfältige Erfahrungen die auf ihn abgestimmt sind
machen, auch das ist in einem Ladengeschäft nicht möglich. Dort erlebt
der Welpe permanenten Stress durch den Publikumsverkehr und ein hohes
Maß an überforderung, während ihm andere wichtige Entwicklungsimpulse
fehlen.

Hinzukommen auch seuchenrechtliche Bedenken - der volle Impfschutz wird
in aller Regel erst nach der 12. Woche erreicht.

Ein weiteres Problem stellen Jungtiere dar die nicht verkauft werden und
was mit diesen dann geschieht ? Ein bisher völlig ungeklärter Bereich.
Unüberlegt angeschaffte Tiere, die zurückgegeben werden von Käufern
stellen ebenfalls ein Problem dar, es ist unrealistisch das ein
Zoofachgeschäft beispielsweise Hunde und Katzen regelmäßig zurücknimmt,
in aller Regel müssen diese dann von Tierschutzorganisationen versorgt
und aufgenommen werden.

Der Tierschutz wurde im Grundgesetz verankert und Tieren der Status als
Mitgeschöpfe zugesprochen, das verbietet den keinesfalls tiergerechten,
artgerechten und rassegerechten Verkauf im zoologischen Fachhandel.