Tier der Woche - Das Aye Aye

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Beitrag Mo 21. Jun 2010, 00:30

Tier der Woche - Das Aye Aye

Das Fingertier oder Aye-Aye (Daubentonia madagascariensis) ist eine Primatenart aus der Gruppe der Lemuren. Es ist ein auf Madagaskar lebender, nachtaktiver Allesfresser, der durch das unter Primaten einzigartige Gebiss und die namensgebenden modifizierten Finger charakterisiert ist. Es ist der einzige lebende Vertreter der Familie der Daubentoniidae, eine zweite Art, das Riesenfingertier (Daubentonia robusta), ist ausgestorben.

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Fingertiere sind große, relativ schlank gebaute Tiere, sie sind die größten nachtaktiven Primaten überhaupt. Sie erreichen eine Kopfrumpflänge von 36 bis 44 Zentimetern, der Schwanz wird zusätzlich 50 bis 60 Zentimeter lang. Mit durchschnittlich 2,7 Kilogramm sind die Männchen etwas schwerer als die Weibchen, die ca. 2,5 Kilogramm erreichen. Das Fell dieser Tiere ist rau, struppig und lang, es ist meist dunkelbraun bis schwarz gefärbt. Vor allem am Rücken enden die Deckhaare oft in weißen Spitzen; das Gesicht und der Bauch sind hellgrau, die Hände und die Füße schwarz gefärbt. Die Gliedmaßen sind dünn, Hände und Füße relativ groß. Mit Ausnahme der großen Zehe, die einen Nagel trägt, enden alle Finger und Zehen in Krallen – ein unter Primaten sehr seltenes Merkmal, dass sich nur noch bei den (nicht näher verwandten) Krallenaffen findet. Einzigartig unter den Primaten ist, dass das Zitzenpaar des Weibchens in der Leistenregion liegt.

Die großen Augen sind sandfarben, wie bei allen Feuchtnasenaffen befindet sich im Auge eine reflektierende Schicht. Fingertiere zählen zu den wenigen Primaten, die eine Nickhaut („drittes Augenlid“) besitzen und das größte Gehirn aller Feuchtnasenaffen relativ zur Körpergröße. Die Bezahnung ist einzigartig unter Primaten und weist Konvergenzen zum Gebiss der Nagetiere auf!

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Fingertiere kommen nur auf der Insel Madagaskar vor. Sie sind nachtaktive Baumbewohner, tagsüber schlafen sie in selbstgemachten Nestern. Diese werden im dichten Blätterwerk errichtet, sie befinden sich meist in 10 bis 15 Metern Höhe und haben einen Durchmesser von rund 50 Zentimetern. Es sind eiförmige Gebilde aus Blättern und Zweigen, die oben verschlossen sind und einen seitlichen Eingang aufweisen. Die Anfertigung eines Nestes nimmt rund 24 Stunden in Anspruch. Jedes Fingertier hat mehrere Nester in seinem Revier, es gibt die Beobachtung eines Tieres, das in vier Wochen sieben verschiedene Nester benutzte. Verschiedene Individuen können dasselbe Nest zu verschiedenen Zeiten benutzen, bei einer Beobachtung nutzten vier Fingertiere dasselbe Nest. Es kommt auch vor, dass verlassene Nester von anderen Individuen bezogen und wieder instandgesetzt werden.

Fingertiere kommunizieren miteinander mit einer Reihe von Lauten. Zur Kontaktaufnahme mit anderen Tieren wird ein „iiip“-Laut ausgestoßen, Jungtiere rufen nach ihrer Mutter mit einem „kriii“-Laut, der meist Unbehagen ausdrückt. Tiere, die nahe beieinander sind, stoßen ein „gggnoff“ aus, was häufig die gemeinsame Nahrungssuche oder Fellpflege zur Folge hat. Ein „aaack“ ertönt bei feindseligen Begegnungen, ein „ron-tsit“ dient der Warnung. Bei der Flucht stoßen sie ein zweisilbiges „hai-hai“ aus, von dem sich vermutlich die Bezeichnung Aye-Aye ableitet.

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Fingertiere sind Allesfresser, die Hauptbestandteile ihrer Nahrung machen Insekten und deren Larven, Früchte, Nüsse, Nektar und Pilze aus. Bei den Insektenlarven haben sie sich auf Bockkäfer spezialisiert und eine eigene Jagdtechnik entwickelt. Mit dem verlängerten dritten Finger wird das Holz rhythmisch abgeklopft, dank ihres ausgezeichneten Gehörs können sie sie ihre Beutetiere anhand der Hohlräume orten. Mit den Schneidezähnen nagen sie Löcher in die Rinde, dann führen sie den dünnen Finger hinein, um so nach Larven zu angeln. Diese Form der Nahrungssuche ähnelt der der Spechte, die in Madagaskar fehlen.

über die natürlichen Feinde der Fingertiere ist wenig bekannt, der einzige bekannte Fressfeind ist die Fossa. Wie alt die Tiere in freier Wildbahn werden, ist nicht bekannt, in menschlicher Obhut können sie ein Alter von 24 Jahren erreichen.

Quelle: Wikipedia
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kimy

Beiträge: 112

Registriert: Mo 11. Jan 2010, 20:20

Wohnort: Bad Mergentheim

Beitrag Mo 21. Jun 2010, 16:17

Wie geil is das denn??
Das Aye Aye auf dem letzten Bild sieht aus wie der Gollum aus Herr der Ringe! :mrgreen: :mrgreen:
Hunde haben alle guten Eigenschaften des Menschen, ohne gleichzeitig ihre Fehler zu besitzen. (Friedrich II. der Große)
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*Ivonne*

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Beiträge: 27

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Wohnort: Lißberg

Beitrag Mo 21. Jun 2010, 20:20

Haha, ja genau, oder wie son Alien, welches immer mal in Mexico gefangen wird... :mrgreen:
Hätten wir denen gleich sagen können, dass das n Aye Aye is! :-P
LG...
Der Mensch lässt sich grob in zwei Gruppen einteilen:
In Katzenliebhaber und in vom Leben benachteiligte. :-)

Francesco Terarca
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Sabine

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Beiträge: 358

Registriert: Fr 25. Apr 2008, 14:46

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Beitrag Mi 23. Jun 2010, 00:19

Hihihi, ich würde eher sagen, daß sich einige schon am Beispiel des Aye Aye bedient haben!

Da wären E.T. (unter Verzicht auf die Ohren), Gollum, das arme ersäufte Mexico-Alien und sogar die Furbys & Co. haben eine gewisse ähnlichkeit mit diesem Unikat der Evolution...

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Liebe Grüße,
Sabine

Wat? Dat gifft dat nich? Dooch, dat gifft dat!


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